Startschuss in Goodwood

Calais liegt schon seit gestern weit hinter uns. Die Überfahrt ist super gelaufen und wir haben in den Warteschlangen beim Fährterminal erstmalig andere Mongol-Rally Teams getroffen, die auch auf dem Weg zum Goodwood Motor Curcuit waren. Auf Südenglands Autobahnen haben wir dann aber noch viele andere Teams entdeckt. Zu Übersehen sind die bunten Kleinwägen im Rally-Outfit auf der (in England) linken Spur mit maximal 110 km/h ja nicht gerade.

Richtig bunt ist es dann aber erst an der Rennstrecke selbst geworden, wo wir alle anderen Teams aus der ganzen Welt getroffen haben. Einige davon haben ihr Auto zwar schon vor Monaten online gekauft, es aber erst vor einigen Tagen in England abgeholt, da sie eine weite Anreise daran hinderte ein Auto von zuhause mitzubringen. Ein Team aus den USA hat ihr Auto überhaupt erst am Samstag Nachmittag abgeholt und ist damit direkt zum Start gefahren. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Nicht nur haben die ihr Auto gerade erst kennengelernt, sie müssen auch auf gleich mal als Rechtsfahrer in einem für sie als Automatik-verwöhnte Fahrer kompliziertem manuellen Getriebe auf der linken Straßenseite durch England kurven. Auch einige Teams aus Australien sind am Samstag zum ersten Mal in ihrem Auto gesessen.

Wir sind super in Goodwood angekommen und haben es dort gestern sehr genossen mit den anderen Rallyern zu plaudern und uns auszutauschen. Witzig ist, dass die meisten Teams sehr ähnliche Umbauten am Auto und Vorbereitungen getroffen haben: Innenumbauten jeglicher Art, Dachträger, Rally-Flutlichter, Campingausrüstung - der Standard eben. Auch ein paar andere österreichische Teams aus Vorarlberg, Salzburg und der Steiermark haben wir getroffen. Die meisten Teilnehmer kommen aber dennoch aus U.K.


Die coolsten Fahrzeuge wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten: wir haben euch Bilder davon gemacht. Von Familienurlaub bis Flitterwochen hält die Rally übrigens für so ziemlich alles her. Sehr lässig zu sehen war, dass ein russisches Team als Familie mit eine kleinen Tochter unterwegs ist oder zwei frisch verheiratete Hochzeitspaare, die die Rally als Flitterwochen machen.

Heute Vormittag gings dann auf der Rennstrecke des Goodwood Motor Curcuit aber richtig los. Mit dem Schwenken der Startfahne haben wir auch Cookie entlang des legendären Rolls-Royce (das Werk ist nur knapp daneben) Testkurses letztendlich auf die Rally eingestimmt. Bis gestern hat sie wohl gedacht, dass sie als bunt bemaltes Hippie-Auto neu geboren wurde. Heute wurde ihr aber spätestens auf den "Curbs" klar, warum wir die letzten Monate so gut auf sie geschaut haben.

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