Großer Bericht im Suzuki Magazin über uns

In der Herbstausgabe des Suzuki Way of Life Magazins wurde in einem großen Feature über uns berichtet. Entstanden ist der Bericht auf Basis unserer Kooperation mit Suzuki Austria, die uns nicht nur tatkräftig unterstützt haben, sondern uns auch zur Werkstätte unseres Vertrauens - Ing. Past & Bernhardt im 15. Wiener Gemeindebezirk - vermittelt haben.

 

Wir danken Suzuki Austria an dieser Stelle für die außergewöhnliche Unterstützung und dem Way of Life Magazin für die tolle Berichtertattung!

Hier gibt's den Beitrag zum Download:

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Bericht in der Herbstausgabe des Suzuki Way of Life Magazins
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Die Kleine Zeitung berichtet erneut!

Nachdem Lisa Holzfeind bereits vor der Abfahrt über uns berichtet hatte, erschien nach unserer Rückkehr nun ein kurzer Reisebericht über unsere Erlebnisse und Eindrücke in der Kleinen Zeitung. Nach einem sehr netten Gespräch ein paar Tage vorm Erscheinen des Berichts gestaltete Lisa eine wundervolle Doppelseite im Regionalteil Feldkirchen der Kleinen Zeitung.

Der Artikel kann hier online gelesen werden.

 

Wir bedanken uns bei der Kleinen Zeitung für die Öffentlichkeit die dieser Artikel mit sich bringt und vor allem bei Lisa für das nette Interview und die gelungene Verschriftlichung unseres Interviews.

Zum Artikel gibt es auch eine Fotstrecke. Diese kann hier angesehen werden.

Der Artikel zum Download:

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So ein 6W112 aber auch!

Als wir nach über 18.000 km troublegeshootet haben und endlich im sibirischen Ulan Ude angekommen sind hat Flo etwas gesagt, was wohl mehr eine Hoffnung als eine Tatsache ausdrückte (wie wir im Nachhinein bitter feststellen mussten). Er meinte: „Ach herrlich, das permanente umplanen und krisenmanagen hat endlich ein Ende. Ab jetzt brauchen wir nur mehr genießen, uns in die gebuchten Flüge setzen und warten bis wir zuhause sind.“ Oh dear…

Genossen haben wir tatsächlich. Allerdings ganz anders als geplant und viel länger als erwartet, weil wie soll es den anders kommen nach so einer Wahnsinnsreise, als das es eben nicht so kommt wie erwartet.

 

Als wir um 01.00 morgens am Baikal International Airport angekommen sind um für unseren Flug 6W112 mit der Saratov Aviation Division einzuchecken war der Flughafen leer, eisig kalt und von unserem Flug nach Krasnojarsk keine Spur. Als das „Fehlen“ des Fluges um 06.00 Uhr noch immer niemanden zu kümmern schien und für uns bereits klar war, dass wir es mit den gebuchten Verbindungen Krasnojarsk – Moskau – Wien nie am selben Tag nachhause schaffen würden, musste also doch noch mal der hart eingeübte, mittlerweile perfektionierte Troubleshootmodus hochgefahren werden.

Flo war am Telefon gebunden und hatte mittlerweile über die Hotline unserer Buchungsplattform einen Russisch-Dolmetscher in Großbritannien aufgetrieben, der in Kontakt mit der Geschäftsführung der Saratov Aviation Division getreten war, um ein für alle Mal herauszufinden, was denn mit dem Flug 6W112 geschehen war oder noch wird. Man muss sich das mal vorstellen: Am Baikal International Airport war trotz (zugegebenermaßen niedrigfrequentem, aber immerhin) durchgehenden internationalem Flugbetrieb die ganze Nacht niemand aufzutreiben, der nur ein bisserl Englisch spricht. Es braucht eine Buchungsagentur in England, deren Hotline-Mitarbeiterin in Indien sitzt, um einen Russischsprecher aufzutreiben, der in Saratov anruft, um herauszufinden, wann denn ein gebuchter Flug geht, von dem am Flughafen in Ulan Ude niemand weiß. Herrlich! Was für ein Abschluss für die Rally!

Lukas war einstweilen damit beschäftigt im frühmorgens sehr, sehr langsam in die Gänge kommenden Flughafen nach Alternativen zu suchen. Die ersten Ergebnisse, die uns in einer vernünftigen Zeit nach Moskau bringen hätten können, waren allerdings ernüchternd. Direktflüge mit S7 Airlines und Globus Airlines waren bereits voll und so war unsere letzte Hoffnung die Ural Airline, deren Schalter sich mit dem Öffnen allerdings ungut lange Zeit ließ. Ungut deshalb, weil mittlerweile der 6W112 Flug aus dem Nichts heraus und vollkommen unerwartet zum Einchecken geöffnet wurde – mit bereits sieben Stunden Verspätung, aber immerhin. Wir hatten also die Option wie gebucht nach Krasnojarsk zu fliegen, dort höchstwahrscheinlich stecken zu bleiben und auf einen Anschlussflug nach Moskau zu warten oder noch zwei Plätze in der Ural Airline zu ergattern.

 

…und siehe da: Nachdem die des Englischen mächtige, freundliche und gut gelaunte (wahrscheinlich weil sie länger schlafen konnte als ihre KollegInnen) Dame des Ural Air Schalters gute zehn Minuten Codes und Kürzel in ihren Vintage-Terminal klopfte, wurde sie tatsächlich fündig. Es gab noch insgesamt drei freie Plätze am nächsten Flug nach Moskau. Der Haken an dem freudigen Fund: Alle drei Plätze waren Business-Class Plätze, die entsprechend empfindlich teuer waren. Nachdem der Check-In des 6W112 Fluges in 10 Minuten beendet werden würde und das Boarding des Ural Fluges in 15 Minuten beginnen würde, musste zudem eine schnelle Entscheidung her.

 

Letztendlich haben wir die Kröte geschluckt und uns in die Ural Airline eingebucht. Wer fliegt schon Business-Class von Ulan Ude nach Moskau? Außerdem würden wir den Flug fast zur Gänze mit der Buchungsplattform abrechnen können.

So sind wir also kurz danach in der Businesslounge des Baikal Airports gesessen und haben unser (teuer erstandenes) gratis Frühstück genossen. Danach würden wir mit Private Boarding in Style in unser Wohnzimmer im Flugzeug gebracht. Und dort saßen wir dann mit unseren Suzuki Norwegerpullis inmitten von Leuten im Anzug und feinen Schuhen auf unseren breiten Sitzen mit jeglichem vorstellbarem Komfort.

Am Ende sind wir am Abend gut in Wien angekommen und von unseren Lieben am Flughafen abgeholt worden. Es war wunderbar so willkommen geheißen zu werden nach einer so langen Reise!

Tausende Kilometer in einem Kleinwagen über Rumpelpisten um die halbe Welt und dann steigt man zum Heimfliegen in die Business-Class… was für ein verrückter und gebührender Abschluss.

…sind wir mal ehrlich: das ganze Troubleshooting, Umplanen, Alternativen suchen und Krisen managen wird uns abgehen im Alltag, auch wenn wir’s in den letzten Monaten hin und wieder verflucht haben. Es war eine grandiose Zeit!

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We've only bloody done it!

Leute! Kaum zu glauben, aber wir sind über die Ziellinie gefahren! Wohooo!

Russische Grenze 2.0

Nach unserer Nacht im Raucherhotel des Jahrhunderts in Altanbulag mit dem beschwingten Namen "Hotel Delfin", haben wir uns gleich früh am Morgen über die mongolisch-russische Grenze gewurschtelt. Während uns die russischen BeamtInnen wieder mal komplett auseinandergenommen haben, dreimal den Drogenhund durch Cookie gescheucht haben und ganz begierig unser bereits von den KollegInnen in Tashanta ausgedünnte Medikamentensortiment durchwühlt haben, haben wir uns nebenbei schweren Herzens von unseren zwei Benzinkanistern getrennt. Wissend, dass wir sie nicht mehr mit nachhause nehmen werden können, sind wir auf ein Angebot von einem mongolischen Ehepaar an der Grenze eingegangen und haben einen vollen und einen leeren Bundesheerkanister an die beiden verkauft.

Den Benzin im vollen Kanister haben wir schon lange dabei gehabt, außerdem war der Kanister innen rostig und mit Dichtmittel (vom Abdichten in Turkmenistan) durchsetzt.

Zu unserer Verteidigung muss man aber sagen, dass wir Ihnen den Benzin zu einem Spottpreis verkauft haben. Außerdem sind sie munter drauf los gefahren, nachdem sie ihn gleich im Niemandsland getankt haben und es war kein Anzeichen von Problemen mit dem Benzin auszumachen, bis sie mit ihrem Toyota Prius am Horizont verschwunden waren.

Was ist über unsere letzte Einreise in Russland noch zu sagen? Naja... während wir auseinandergenommen (das lieben sie die russischen GrenzlerInnen) wurden, wurde ein französisches Team aus der Normandie seit drei Uhr morgens wegen Tramaldolor verhört.

Sie haben unsere Warnung in der Mongol Rally WhatsApp- Gruppe wohl überlesen, dass man Tramaldolor, Kodein und Ähnliches besser loswerden soll, bevor man nach Russland einfährt. Ansonsten müssen wir (etwas stolz) zugeben, dass unser Wolfschwenger-Einbaumöbel zum ersten Mal entdeckt wurde und wir es öffnen mussten. Immerhin brauchte es 25 (!!) Grenzposten außerhalb der EU vier russische BeamtInnen, um es zu entdecken. Kein guter Track Record für die ganzen GrenzlerInnen entlang unserer Route! Danke liebes ModulMöbel-Team!

Hell Yes!

Durch die südsibirische Herbstlandschaft fahrend, waren wir dann bei strahlendem Sonnenschein recht zügig in Ulan Ude. Die Stadt ist aber echt groß und wir haben recht lang gebraucht um zur Finish Line zu gelangen, aber wie wir dann eingefahren sind!! Nach 17.892 km quer durch Asien - quasi um die halbe Welt - waren wir am Ziel - we have only bloody done it! Hell Yes!

Am Abend wurde Cookie dann noch ausgewählt für das offizielle Mongol Rally Finish Foto zu pausieren. Dann wurde sie mit Bengalischen Fackeln besprüht und wurde von einem Haufen an RallyerInnen erklommen. Sie ging dabei zwar ziemlich in die Knie, hat es aber sehr genossen... und wir beide waren erst stolz :-)

17.892 km Abenteuer waren damit auch zu Ende. Gefeiert haben wir das Ganze dann dann in einer russischen Karaoke Bar, wobei wir das singen Briten und ItalienerInnen überlassen haben. Todmüde und erschöpft von der langen Reise nach Ulan Ude haben wir den ganzen nächsten Tag gleich mal vollkommen verschlafen. Wir waren echt hinüber und haben es lediglich geschafft etwas essen zu gehen und ein bisschen im Auto rumzuräumen. Den gesamten Abend haben wir dann der Aufarbeitung unsres Staus an digitalem Material und des genussvollen Konsums schlechter russischer Musiksender gewidmet.

The hard part

Über die nächsten zwei Tage haben wir uns drum gekümmert, die Rally zu einem runden bürokratischen Abschluss zu bringen und Cookie eine sichere Rückreise per transsibirischer Eisenbahn nach Europa zurück zu senden. Anders als erwartet, war die Bürokratie dabei eher ein Klacks, der schwere Teil war eher das Auto auszuräumen.

Dabei mussten wir uns von einigen Ausrüstungsgegenständen trennen, die entweder zu schwer waren, oder deren Mitnahme schlichtweg nicht möglich war. Vieles konnten wir spenden, anderes wurde von uns im Fluggepäck verstaut, einiges im Auto versteckt (wieder mal setzen wir all, unser Hoffnungen ins Wolfschwenger-Einbaumöbel) oder in letzter Minute verbaut. Ein paar Kleinigkeiten haben wir gleich entsorgt, weil sie Pamir, Altai, mongolischen Steppe und Co. nicht allzu gut verdaut haben.

So haben wir Cookie dann am 7. September am Verladebahnhof im Osten vom Stadtzentrum Ulan Ude's verabschiedet und sie in die Hände der transsibirischen Eisenbahn gegeben. Sie wird nun eine Panorama-Genussreise durch Russland bis nach Europa antreten, wo wir sie in ein paar Wochen abholen werden. Wo genau ist noch unklar, entweder im Baltikum oder vielleicht schaffen wir es sogar sie gleich direkt nach Wien zu bekommen. Auf jeden Fall freuen wir uns, wenn das Team Freewheelin' wieder komplett ist!

Ein ganz herzliches Danke an das 4. Teammitglied: Euch

An dieser Stelle wollen wir uns nochmal bei allen Sponsoren, Freunden, unserer Familie und natürlich unseren Freundinnen für die Unterstützung bedanken! Es hat uns unglaublich Spaß gemacht, euch als unsere Fans zu wissen. Ohne euch, euren Support von zuhause aus und die aufmunternden Worte wäre dieses Abenteuer schlichtweg nicht möglich gewesen. Danke, dass ihr uns über das Live-Tracking nie aus den Augen verloren habt!

Außerdem ist jede Reise gleich nochmal so schön, wenn man sich freut wieder zu den Lieben zurückzukommen! Und auf das freun wir uns jetzt gewaltig!

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Sibirien lässt grüßen

Vorm Heimflug hätten wir noch etwa Zeit Sibirien zu erkunden. Und wo wir schon so nahe dran waren, haben wir uns am "Fenstertag" vor dem Verladen von Cookie noch zum Baikalsee aufgemacht.

 

Wir haben Südssibirien genossen. Es ist definitiv nochmal eine Reise wert. Die in Hülle und Fülle vorhandene unberührte Natur lädt zum Wandern und Campen, Spaziergehen und Entspannen ein. In ihrer Rauheit ist die Landschaft einfach genial und man kann sich gar nicht sattsehen. Besonders die vielen Farben im Herbst machen die Gegend um den See besonders sehenswert.

Wasser oben, unten, überall: der Baikalsee

An einem wunderbar verregneten Tag im sibirischen Frühherbst sind wir zum Baikalsee aufgebrochen. Der See ist rund 160 km von Ulan Ude entfernt und bis zur ersten Ansiedlung -Babushkin-, die das Prädikat Dorf verdient, sind es 180 km. Der See selbst ist mit 1.642 Metern der tiefste und mit mehr als 25 Millionen Jahren der älteste Süßwassersee der Erde. Dieser gewaltig große See hält mehr als 20% (!!) der Süßwasserreserven der Erde. Er ist einfach echt mächtig.

 

Am See haben ein paar entspannte Stunden damit verbracht uns ein paar Dörfer anzusehen, unsere Restln zu verkochen, Kaffee und Tee zu schlürfen und das Seeufer zu erkunden. Es ist sich sogar ein Sprung in den kalten See ausgegangen! Das war zwar eiskalt... aber unbedingt notwendig ;-)

Am Abend haben wir uns dann wieder auf dem Weg nach Ulan Ude gemacht.

Viele kleine und ein riesiger Kopf: Ulan Ude

Die Stadt, in der wir die letzten Tage unserer Reise verbracht haben ist die Hauptstadt der Teilrepublik Burjatien im Südosten Sibiriens. Sie hat rund 400.000 Einwohner und ist damit ein regionales kulturelles, politisches und wirtschaftliches Zentrum. Wie schon Altai nach Zentralasien wirkt Ulan Ude nach der Mongolei richtig europäisch. Bekannt ist sie als Zugknotenpunkt und für einen großen Kopf... mehr dazu gleich...

 

Neben Bürokratie, Ausschlafen und Erholen haben wir uns auch die Stadt ein bissi angeschaut. Was haben wir gesehn?

Karaoke Bar, Hipsterfriseurladen (ja, wir haben es schon wieder getan! Schließlich wollen wir ja geschniegelt und gestriegelt in Wien-Schwechat ankommen!), Verladebahnhof, Innenstadt ... und natürlich den übergroßen Lenin-Kopf. Das monumentale Lenindenkmal am Hauptplatz ist mit einer Gesichtshöhe von 7,70 Metern und etwa 42 Tonnen Gewicht die größte Porträtbüste der Welt. Nach dem Reiterstandbild von Dschingis-Khan in der Nähe von Ulan Bator ist der Leninkopf also die zweite Superlative in einer Woche.

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